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Saison 2016 der Herren - 3. Bundesliga Süd

Ergebnisse

1. Wettkampftag

2. Wettkampftag

3. Wettkampftag

4. Wettkampftag

5. Wettkampftag

6. Wettkampftag

7. Wettkampftag

TT Kieselbronn/Iffezheim - TV Bühl

TV Bühl - USC München

VfL Kirchheim unter Teck - TV Bühl

TG Hanauerland - TV Bühl

TV Bühl - TG Wangen-Eisenharz

TSV Monheim - TV Bühl

TV Bühl - TV Schiltach Vega

(ausgefallen)

61:24 (9:3 GP)

46:22 (10:2 GP)

54:24 (10:2 GP)

26:32 (4:8 GP)

45:37 (7:5 GP)

36:44 (5:7 GP)

 

Die Mannschaft belegt
mit 27:45 Gerätepunkten und 2:10 Wettkampfpunkten den 6. Platz in der Abschlusstabelle
und schafft damit erneut den Klassenerhalt in der 3. Bundesliga Süd,
nach einer durch viele Verletzungen geprägten Saison 2016.

Wettkampfberichte

1. Wettkampftag TT Kieselbronn/Iffezheim - TV Bühl

Der Wettkampf des ersten Wettkampftages hat nicht stattgefunden, da das TT Kieselbronn/Iffezheim seine Mannschaft kurz vor dem Saisonauftakt aus der 3. Bundesliga zurückgezogen hat. 

Der Wettkampf wurde mit 2:0 Wettkampfpunkten und 12:0 Gerätepunkten zu Gunsten unserer Mannschaft gewertet. 

2. Wettkampftag TV Bühl - USC München

Wettkampfbericht

Einen ungefährdeten 61:24 Punkte Sieg konnten die Bühler Kunstturner bei ihrem Auftakt in die Saison der dritten Bundesliga gegen den USC München feiern. Die Mannschaft aus München war mit einer minimalen Personaldecke in die Zwetschgenstadt gekommen, so dass die Gastgeber nicht wirklich gefordert waren und der Vergleich somit auch noch keine echte Standortbestimmung war. Bei einem stärkeren Gegner wären die Stabilitätsprobleme der Bühler Riege sicher stärker bestraft worden.

Das Geräteergebnis von 9:3 Punkten zu Gunsten der TVB Riege drückt einerseits die klaren Vorteile aus, andererseits wurden die drei Gerätepunkte für die Münchner Rumpf-Mannschaft erst durch einige Fehler auf Seiten der Gastgeber möglich. So konnte beim 4:6 am Boden lediglich Florian Barny (12,15) Scorpunkte holen, während die beiden nominell besten Turner Alexander Fortmeier und der irische Jugendnationalturner Tony Duchars einige Instabilitäten zu verzeichnen hatten. In der Folge konnte aber insbesondere der Neuzugang Alexander Fortmeier vom Zweitligisten aus Grötzingen mit sicheren und mannschaftsdienlichen Vorträgen überzeugen, was ihm in Summe 17 Scorepunkte einbrachte. "Neben den direkten Scorepunkten entlastet Alex alle anderen Turner im Team, denn im letzten Jahr mussten wir doch immer wieder improvisieren", freute sich Jan Lugauer über die neuen taktischen Möglichkeiten. Dadurch konnten sich auch alle Bühler Turner mit mindestens vier Scorepunkten in die Ergebnisliste eintragen, während der Österreicher Stephan Tattnig als Topscorer des Tages mit 18 Punkten den Löwenanteil im Münchner Team erturnte.

Pauschenpferd, Ringe und Reck waren die stabilen Durchgänge auf Seiten der Gastgeber und so konnten die Zuschauer hier auch klare Gerätesiege mit durchschnittlich zehn Scorepunkten Differenz beobachten. Der Ire Tony Duchars brillierte mit einer tadellosen Kür am Pferd, die dem Kampfgericht 13,3 Punkte wert war und ohne Frage das Highlight in der ersten Halbzeit darstellte. Am Sprung gab es zwar ebenfalls einen deutlichen Gerätesieg, doch hier merkte man den Turnern beider Teams noch an, wie früh in der Saison man sich befindet. Jan Fäßler (12,4) wagte einen gestreckten Kasamatsu, musste bei der Landung aufgreifen und konnte am Ende doch noch vier Scorepunkte erzielen, da sein Sprung viel schwieriger war als bei seinem direkten Kontrahenten. Den gleichen Sprung, nur in den absolut sicheren Stand, hatte Alexander Fortmeier (13,4) gezeigt, womit er die Tageshöchstnote erzielte.

Insgesamt hatten sich die Bühler so Schritt für Schritt vom Universitätssportclub aus München abgesetzt, doch am Barren waren beide Teams auf einmal wieder gleichwertig. Insgesamt boten hier die Turner sehr stabile Leistungen, wobei die beiden ausländischen Turner mit ihren deutlich schwierigeren Übungen noch ein wenig an Stabilität zu wünschen ließen. Vor allem der 18-jährige Ire im Trikot des TV Bühl hatte mit einem misslungenen Ansatz zum Abgang für eine Schrecksekunde gesorgt, bevor er dann seinen gebückten Doppelsalto doch noch sicher in den Stand brachte.

Mit der Auswärtsbegegnung in Kirchheim wird die nächste Aufgabe für die Lugauer Equipe bedeutend schwieriger und man darf gespannt sein, ob die gefühlte Leistungssteigerung zum Vorjahr sich im Wettkampf wirklich umsetzten lässt. Nach Lage der Dinge wird in Kirchheim das stabilere Team gewinnen. (ott)

Vorbericht

Saisonstart mit einer Woche Verzögerung

Wiedersehen mit Thomas Ottnad in seiner Turnheimat

Mit einer Woche Verspätung starten die Kunstturner des TV Bühl am Samstag um 16 Uhr gegen den USC München vor heimischem Publikum in die Saison der dritten Bundesliga. Verstärkt wird das Team durch den Routinier Alexander Fortmeier, der Jahre lang beim TSV Grötzingen in der zweiten Liga geturnt hatte. "Alex trainiert schon ein paar Jahre bei uns und startet jetzt zum ersten Mal in der Bundesliga für Bühl", freut sich Abteilungsleiter Ralf Fäßler und fügt hinzu: "Wir sind dadurch ein bisschen besser als letztes Jahr, aber bekanntlich schläft die Konkurrenz auch nicht, so dass es spannend wird, wo wir uns einsortieren werden".

Wenn man die Mannschaft in den Tagen vor dem Saisonbeginn im Training beobachtet, fällt auf, dass hier ein richtiges Team zusammen gewachsen ist, das als Einheit sehr konzentriert und fokussiert ist. "Den Generationenwechsel, den wir vor fünf Jahren eingeleitet hatten, haben wir jetzt eigentlich erst abgeschlossen", fasst Cheftrainer Gerd Lugauer die Entwicklung der letzten Jahre zusammen. Auf dem Trainerposten ist dieser Prozess dagegen noch in vollem Gang, denn Jan Lugauer hat sich zu einem turnenden Teammanager entwickelt. Er koordiniert die Einsätze der ausländischen Gastturner, macht die Aufstellung und trifft die taktischen Entscheidungen im Score System mit den Mann gegen Mann Duellen. Er hat dabei den Vorteil, dass er an jedem Gerät eine wirkliche Alternative im Kader hat. In den letzten 15 Jahren gab es das in Bühl wahrscheinlich nur in ein oder zwei Ligarunden. Auf die Frage wer denn nun die Turner ans Gerät heben wird antwortet Jan Lugauer mit einem Lachen: "Das macht schon noch mein Vater. Fabian Hambüchen hat sich bei seiner Goldkür in Rio auch von seinem Vater ans Gerät heben lassen".

Eine Veränderung im TVB Kader gab es noch auf der Ausländerposition, wo der Irische Jugendnationalturner Antony Duchars kurzfristig den vom Leistungssport zurückgetreten Engländer Clark Gloud ersetzt. Mit Blick auf die ersten Ergebnisse scheint die Liga insgesamt enger zusammen gerückt zu sein, denn lediglich der TV Schiltach hat mit einer zweitligatauglichen Punktzahl von deutlich über 300 Punkten klar gemacht, dass der unglückliche Abstieg im Vorjahr lediglich ein Betriebsunfall war, der umgehend korrigiert werden soll. Dahinter scheint die Leistungsdichte größer zu sein, so dass man spannende Wettkämpfe erwarten darf.

Nach dem das Turnteam Kieselbronn/Iffezheim quasi in letzter Sekunde vor dem Auftakt wegen akuter Personalprobleme zurück gezogen hatte, fiel zwar das mit Spannung erwartete Baden Derby aus, aber die Begegnung gegen München ist für die Zwetschgenstädter ebenfalls etwas Besonderes. Mit Thomas Ottnad zieht ein ehemaliger Bühler Turner die Fäden in der bayrischen Landeshauptstadt, wo er im Umfeld des Hochschulsports eine Bundesligamannschaft ohne klassische Vereinsstrukturen initiiert hat. "Wir freuen uns darauf, den Thomas in unserer Halle zu begrüßen, aber die Punkte wollen wir natürlich behalten", so Jan Lugauer, der mehrere tausend Trainingseinheiten mit dem Wahlmünchner verbracht hat. Sportlich dürfte der Auftakt gleich wegweisend sein, denn gegen München wollen die Zwetschgenstädter mehr als nur ein paar Gerätepunkte holen. (ott)

3. Wettkampftag VfL Kirchheim unter Teck - TV Bühl

Wettkampfbericht

Klare Angelegenheit vom ersten Gerät an

Mit zwei Gerätepunkten wurde Moral noch belohnt

Nichts zu holen gab es für die Bühler Kunstturner beim VFL Kirchheim unter Teck, obwohl man sich im Vergleich zum klaren Auftaktsieg vor einer Woche sogar noch etwas verbessert präsentieren konnte . Mit 46:22 Scorepunkten siegten die Gastgeber nach einer fast perfekten Leistung auch in der Höhe verdient, während die TV Riege durch den 11:0 Gerätesieg beim abschließenden Reck doch noch einen kleinen zählbaren Erfolg mit in die badische Heimat nehmen konnten.

Die Kirchheimer hatten den zaghaften Hoffnungen der Zwetschgenstädtern auf einen ersten Erfolg in diesem Duell gleich zu Beginn sprichwörtlich den Nährboden entzogen, denn mit vier Wertungen zwischen 12,45 und 12,60 Punkten starteten die Gastgeber auf der zwölf mal zwölf Meter großen Fläche extrem stark. Dabei konnte lediglich Florian Barny (12,35) mit einer tadellosen Ausführung dagegen halten. Schmerzlich vermisst wurde dabei der neue norwegische Vizemeister Odin Kalvo im Trikot des TV Bühl, der sich sechs Tage zuvor bei den nationalen Gerätefinals eine Fußverletzung zugezogen hatte. "Odin hat gesagt, dass ihn seiner Trainer gar nicht nach Deutschland lassen wollte, weil nächste Woche die Nordeuropameisterschaften anstehen", erläutert Jan Lugauer die Hintergründe. Mit einem fitten Norweger hätte man die 10:0 Niederlage am Boden wohl nicht ganz verhindern können, aber zumindest deutlich enger.

Überraschend eng war dagegen das Ergebnis mit 10:8 Scorepunkten am Pauschenpferd, wo man auf Bühler Seite im Vorfeld eigentlich die größte Stärke der Gastgeber vermutet hatte. Doch hier konnte der Fußverletzte Norwerger Kalvo (13,15) eine "volle Übung" turnen und Jan Fäßler (10,75) vom einzigen Fehler der Gastgeber profitieren, was beiden je vier Scorepunkte einbrachte. Bei einem Halbzeitstand von 28:08 Punkten hätte man meinen können, dass es um die Moral der TVB Riege nicht mehr all zu gut bestellt war, doch das war nicht der Fall. Am Sprung verlor man ohne den norwegischen Spezialisten gegen sprungstarke Konkurrenten (3 x gestreckter Kasamatsu) nur 7:3 nach Scorepunkten, wobei Alexander Fortmeier (13,05) die Bühler Riege anführte. 

Am Barren war der Unterschied mit 11:0 Scorepunkten wieder höher. "Ich habe dieses Mal nicht geturnt und wollte stattdessen mal sehen, wie sich der Jan im Wettkampf schlägt", beschriebt Jan Lugauer seine Umstellung an den Holmen. Sein Namensvetter Jan Fäßler dankte es mit dem Bühler Bestwert (12,1), doch in Summe waren die Kirchheimer stabiler, wobei hier der fehlende D-Abgang beim Norwerger durchaus ein wenig Punkte gekostet hatte. Am Reck bewies die Bühler Mannschaft dann noch einmal Moral, wo alle Bühler Turner mit sehr guten Übungen punkten konnten, während sich bei den klar führenden Gastgebern die ersten Fehler einschlichen. Das Resultat war ein deutlicher Gerätesieg der Bühler (0:11 Scorepunkte), die so für eine gute Teamleistung doch noch belohnt wurden.

Die Punktzahlen von 292,75: 281,55 Punkten zeugen von einer guten Bühler Leistung und von einer regelrechten Leistungsexplosion der siegreichen Kirchheimer. Bühls Kampfrichter Diyap Büyükasik sprach den Turnern entsprechend auch trotz der klaren Niederlage Mut zu, denn eine Leistungssteigerung sei klar erkennbar gewesen, was auch der international erfahrende Oberkampfrichter Metz, der eine Woche zuvor in der Bühler Halle an gleicher Stelle schon verantwortlich gewesen war unterstrich. Jetzt heißt es noch weiter an der Ausführung zu arbeiten, um sich in der kommenden Woche im Lokalderby gegen die starke TG Hanauerland so teuer wie möglich zu verkaufen, die alleine auf der Ausländerposition zehn Punkte mehr zu bieten hat.

Vorbericht

In eine Saison der dritten Bundesliga mit einem souveränen Heimsieg zu starten war den Bühler Kunstturner seit vielen Jahren nicht mehr gelungen. Zwar hatten die Gegner aus München arge Personalprobleme, doch insgesamt scheint die gefühlte Leistungssteigerung im Vergleich zum Vorjahr doch ein wenig Substanz zu haben. Am Samstag um 16 Uhr bietet sich nun die Gelegenheit dies im Duell mit dem VFL Kirchheim unter Teck zu bestätigen.

Die Kirchheimer Mannschaft, die das Ergebnis sehr guter Jugendarbeit ist, war in der Vergangenheit stets eine Nummer zu groß für die Zwetschgenstädter, aber die bisherige Punktzahl beider Teams spricht eher für ein Duell auf Augenhöhe. "Vermutlich geht der Sieg über die Stabilität", glaubt Cheftrainer Gerd Lugauer. Sowohl die gastgebenden Kirchheimer als auch die Bühler Turner hatten bei ihrem Auftakt noch einige Unsicherheiten gezeigt und so auch Gerätepunkte abgegeben. Das Team, das es schafft, diese Fehler konsequent abzustellen, dürfte das Rennen machen. Gelingt diesen beiden Mannschaften sind die Kirchheimer noch eine halbe Armlänge voraus, denn insgesamt sind die Übungsinhalte der Schwaben ein klein wenig höher.

Auf Bühler Seite hatte man sich eigentlich auf den ersten Einsatz von Odin Kalvo gefreut, doch dieser hatte sich beim Gerätefinale am Sprung bei den Norwegischen Meisterschaften am Fuß verletzt. "Wir haben am Montag die Nachricht bekommen und hoffen jetzt, dass er vielleicht doch irgendwie drei Geräte turnen kann", beschreibt Jan Lugauer seine erschwerte Ausgangslage für die Taktik. Im vergangenen Jahr hätte dies für die TVB Riege gleich eine sichere Niederlage bedeutet, aber inzwischen ist man etwas breiter aufgestellt, wenn auch der Ausfall nicht wirklich kompensiert werden kann. An Boden und Sprung wird es nun schwerer dagegen zu halten, aber hier macht beispielsweise der erste Kasamatsu im Wettkampf von Jan Fäßler am vergangenen Wochenende ein wenig Mut. Die entscheidende Klippe wird aber das Pauschenpferd werden, wo die Kirchheimer zuletzt 17:0 Scorepunkte geholt hatten.

Unterm Strich hat die Bühler Riege nichts zu verlieren und fährt vorsichtig optimistisch nach Kirchheim, wobei sich der Optimismus nicht auf die Anreise bezieht, denn die angekündigte Vollsperrung der A8 am Leonberger Dreieck sorgt schon jetzt für Kopfzerbrechen. (ott)

4. Wettkampftag TG Hanauerland - TV Bühl

Wettkampfbericht

Ergebnis im Erwartungsbereich trotz erneuter Leistungssteigerung

Schmeichelhafte Rekordpunktzahl

Das Mittelbaden Derby zwischen der TG Hanauerland und dem TV Bühl in der dritten Bundesliga der Kunstturner brachte mit 54:24 Scorepunkten das Ergebnis, das alle Experten im Vorfeld erwartet hatten. Die Bühler Mannschaft lieferte mit 294,25 Punkten ihr bestes Resultat der letzten acht Jahre ab, konnte aber lediglich an drei Geräten auf Augenhöhe mit den Gastgebern agieren, die klar die 300 Punkte Marke knackten, was man selbst in der zweiten Bundesliga nicht als selbstverständlich ansehen kann.

Zwar hatten die Kampfrichter mit vergleichsweise wohlwollenden Wertungen in der zweiten Hälfte die Punktzahlen noch ein wenig nach oben gelupft, aber das Niveau dieses Derbys, das es in der Vergangenheit schon in den unterschiedlichsten Konstellationen gegeben hatte, war definitiv noch nie auf so einem hohen Niveau. Exemplarisch seien hier die Schwierigkeitswerte am Sprung genannt, denn während in der Vergangenheit lediglich der ausländische Gastturner auf beiden Seiten einen Wert von 4,4 sicher anbieten konnte, hatten dieses Mal beide Teams lediglich einen Tsukahara ohne Schraube im Aufgebot. Mit 5:4 Scorepunkten hatten die Gastgeber am Ende knapp die Nase vorn, wobei im letzten Duell Jan Fäßler (13,3) mit dem belgischen Nationalturner Maxime Gentges (13,5) um ein Haar sogar das Unentschieden im Duell und damit am Gerät erreicht hätte. Alexander Fortmeier hatte zuvor mit 13,95 und einem nahezu perfekten Kasamatsu den besten Sprung gezeigt und die Bühler am Gerät in Führung gebracht.

Zu diesem Zeitpunkt war die Spannung im Wettkampf aber schon ein wenig gewichen, denn an den beiden ersten Geräten hatten sich die Gastgeber in Summe 18 Scorepunkte Vorsprung erarbeitet. Am Boden gelang dies den TG Turner durch sehr schwierige Übungen, während sie am Pferd vor allem durch ihre Ausführung punkten konnten. An den Ringen gab es dann mit 7:7 Scorepunkten den ersten Gerätepunkt für den TV Bühl, der sich hier sehr ausgeglichen präsentierte. Felix Pfaffenhausen (11,95) und vor allem der gut aufgelegte Jan Fäßler (12,55) bewegten sich über den Wertungen der einheimischen TG Turner, während auf der Ausländerposition Belgier Gentges mit 14,55 Punkten und der Tageshöchstwertung fast zwei Punkte über dem Niveau der restlichen Turner lag.

Nach zwei engen Geräten folgte dann am Barren mit 11:0 Scorepunkten noch mal eine klare Angelegenheit, wobei die Bühler hier zwei Stürze zu verzeichnen hatten. "Eigentlich sind wir ein gutes Barrenteam, aber hier haben wir bisher die meisten Fehler gemacht", gestand Jan Lugauer, der neben seiner Aufgabe bei der Taktik am Barren mit 12,4 Punkten den Bestwert seiner Riege markiert hatte. Am Reck konnte man sich aus Bühler Sicht dann noch einmal über einen Gerätepunkt freuen. Der irische Jugendnationalturner Antony Duchars im TVB Trikot konnte dabei mit 14,0 Punkten und seinem Saisonspitzenwert zum Abschluss noch einmal seine klare Leistungssteigerung dokumentieren.

Während es in Rheinbischofsheim für Bühl lediglich um Gerätepunkte ging, folgt in der nächsten Woche ein deutlich wichtigerer Wettkampf, wenn man die TG Wangen-Eisenharz in der heimischen Halle empfängt und die Möglichkeit hat, den Klassenerhalt vorzeitig aus eigener Kraft zu sichern. (ott) 

Vorbericht

Ein Derby ist in jeder Sportart ein Highlight, aber das letztjährige Duell zwischen dem TV Bühl und der TG Hanauerland in der dritten Bundesliga der Turner war vor 700 begeisterten Zuschauern ein echtes Highlight im Badischen Turnen. Am Samstag um 16 Uhr kommt es nun in Rheinbischofsheim zur Neuauflage.

Aus Bühler Sicht sind die Karten dabei leider klar verteilt, denn die Gastgeber haben eindeutig mehr Trümpfe in der Hand. Die Bühler Mannschaft hat dabei mit bislang durchschnittlich 282 Punkten keineswegs enttäuscht, sondern präsentiert sich durchaus reifer als noch vor einem Jahr. Die nackten Zahlen belegen aber eindeutig, dass alles andere als ein klarer Sieg der Hanauerländer eine große Überraschung wäre, denn mit durchschnittlich 292 Punkten zählen sie inzwischen zu den Topteams der dritten Bundesliga. Insbesondere auf der Ausländerposition haben die Gastgeber mit dem Belgier Maxime Gentges einen Turner von internationalem Format verpflichtet, der bereits mehr als zehn Wertungen zwischen 13,5 und 14,75 Punkte erturnt hat. Auf Bühler Seite kann man an gleicher Stelle durch die ausländischen Gastturner aus Norwegen und Irland eine 13,3 und eine 13,15 als Bestwerte vermelden.

Die Liste dieser Zahlen ließe sich lange fortführen, aber letztlich beginnt jeder Wettkampf bei null. "Letztes Jahr waren die Hanauerländer auch Favoriten und entschieden hat sicher der Wettkampf erst am Reck", gibt Abteilungsleiter Ralf Fäßler zu bedenken, der von seinem Wohnhaus fast schneller in Rheinbischofsheim ist als in der Bühler Halle. Spannend wird es wie die Atmosphäre auf die Turner wirkt, denn beim letzten Aufeinandertreffen hatten die Zwetschgenstädter doch ziemlich vom Heimvorteil profitiert und sich in Summe nur einen einzigen Fehler geleistet. Jan Lugauer, der neben seinen eigenen Einsätzen an den Geräten auch die Taktik für die TVB Riege macht, ist sich noch nicht ganz sicher, mit welcher Marschroute er ins Rennen gehen will: "Vielleicht riskieren wir ein bisschen mehr, doch andererseits haben in dieser Saison eigentlich immer die Teams gewonnen, die die kleinere Fehlerquote hatten bzw. sauberer geturnt haben". Auf jeden Fall gilt es für die Bühler Turner, mit Entschlossenheit ans Werk zu gehen und sich auf die eigene Leistung zu konzentrieren, denn realistisch geht es für sie in dem Derby um wichtige Gerätepunkte.

Unabhängig von Chancen und Punkten freuen sich alle Beteiligten auf den Wettkampf und vor allem der exzellente Boden der TG wird Einiges an spektakulärer Akrobatik ermöglichen. (ott) 

5. Wettkampftag TV Bühl - TG Wangen-Eisenharz

Wettkampfbericht

Die Bühler Turner haben es durch eine knappe 26:32 Niederlage verpasst, sich vorzeitig den Klassenerhalt in der dritten Bundesliga zu sichern. Geplagt von massiven Verletzungssorgen mussten die Bühler Turner jede zweite Übung improvisieren, hatten bis zuletzt gekämpft und am Ende doch gegen den direkten Konkurrenten Wangen-Eisenharz verloren.

Angefeuert von einer großen Zuschauerkulisse hatte sich das stark angeschlagene Team aus Bühl als echte Einheit präsentiert. "Wir sind natürlich enttäuscht, dass es nicht gereicht hat. Jetzt sind wir mitten im Abstiegskampf, aber die Jungs sind als Team einfach großartig aufgetreten", beschrieb Cheftrainer Gerd Lugauer die Bühler Gemütslage. In der Tat war man im Bühler Lager zu einem radikalen Umbau der Aufstellung gezwungen, da nach der Verletzung des frisch gebackenen norwegischen Vizemeisters auch noch Jan Fäßler mit einer Kapselverletzung ausfiel. Hätte Alexander Fortmeier sich zudem trotz seines Mageninfekts nicht noch an einige Geräte geschleppt, man hätte den Wettkampf womöglich absagen müssen, denn auch der spontane Sechskämpfer Felix Pfaffenhausen hatte mit einer ordentlichen Erkältung zu kämpfen.

Umso erstaunlicher war das couragierte Auftreten gleich am Startgerät Boden, wo man sich mit 6:2 Scorepunkten durchsetzen konnte. Florian Barny (12,95) hatte alle Akrobatikelemente in den sicheren Stand geturnt und sich damit eindrucksvoll zurückgemeldet, nachdem er in der Vorwoche grippegeschwächt noch hatte Federn lassen müssen. Am Pauschenpferd konnten die Gäste dann zum 9:9 ausgleichen, wobei auf Bühler Seite mit Felix Haderer ganz frisch in die Mannschaft gerückt war. Die Tatsache, dass Felix Pfaffenhausen (9,95) bei seiner Pferdprämiere drei Scorepunkte verbuchen konnte, zeigt dabei, dass bei den Turnern der TG Wangen-Eisenharz auch nicht alles nach Plan lief. Die knappe 5:6 Niederlage an den Ringen fühlte sich im Nachhinein genauso zwiespältig an wie der gesamte Wettkampf. Lediglich Felix Pfaffenhausen (11,4) war als regulärer Ringeturner am Kraftgerät angetreten, so dass gleich drei Turner im TVB-Trikot unverhofft zu ihrem ersten Ringeeinsatz kamen. Dank der sehr guten Vorstellung des Routiniers Jan Lugauer (11,9) als bestem Ringeturner des Tages konnte die Niederlage zwar in Grenzen gehalten werden, doch die haarscharf verlorenen Gerätepunkte könnten im Kampf um den Klassenerhalt noch sehr weh tun.

Am Sprung gab es inhaltlich die gleiche Situation, denn hier verlor man wiederum nur einen Scorepunkt, aber eben auch die wichtigen Gerätepunkte. Die Stammturner hatten angeführt von Alexander Fortmeiers Tageshöchstnote von 13,35 Punkten ein 3:0 geholt, während die tapfer eingesprungenen Ersatzleute vier Punkte abgeben mussten. Trotzdem war mit zwei Scorepunkten Unterschied vor dem Barren der Wettkampf noch völlig offen. Und hier gelang den lädierten Zwetschgenstädtern ein wirklich guter Durchgang, wobei die Zuschauer hier durchaus erkennen konnten, dass hier wenigstens drei der vier Bühler Turner in dieser Saison bereits zum Einsatz gekommen waren. So konnte Bühl den kleinen Rückstand von zwei Punkten in den Minimalvorsprung von einem Scorepunkt umwandeln. Am Reck konnte Martin Lukomski im ersten Duell den Vorsprung auf zwei Scorepunkte minimal ausbauen, bevor ausgerechnet dem turnenden Taktikchef Jan Lugauer seine Übung völlig misslang, wie wahrscheinlich noch nie in seiner Karriere, so dass die Gäste mit fünf Scorepunkten mehr als nur eine Vorentscheidung herbeiführen könnten, denn auf Grund der Verletzungssorgen hatte man vor dem letzten Duell bereits alle Trümpfe ausgespielt.

Jetzt steht im Bühler Lager erst einmal Regeneration an und man hofft darauf nach der Wettkampfpause in zwei Wochen beim finalen Showdown im Kampf um den Klassenerhalt in Mohnheim wieder mit mehr Stammkräften auflaufen zu können. (ott)

Vorbericht

Vorzeitiger Klassenerhalt aus eigener Kraft möglich

Spannung in der Bühler Halle erwartet

Nach drei Wettkämpfen stehen die Kunstturner des TV Bühl mit einem Sieg auf dem fünften Tabellenplatz der dritten Bundesliga. Nach bisher ordentlichen Leistungen, aber jeweils recht eindeutigen Duellen ist am Samstag um 16 Uhr in der Bühler Sporthalle Hochspannung angesagt, denn mit der TG Wangen-Eisenharz kommt ein direkter Konkurrent im Kampf um den Klassenerhalt in die Zwetschgenstadt.

"Wir haben die reale Möglichkeit, bereits jetzt am vierten Wettkampftag den Klassenerhalt vorzeitig zu sichern", unterstreicht der turnende Teamchef Jan Lugauer die Bedeutung des Wettkampfs am Samstag. Man hat im Bühler Lager inzwischen ein ganz gutes Gefühl für die eigene Leistungsfähigkeit und konnte sich bisher kontinuierlich steigern. Durch den Neuzugang Alexander Fortmeier hat man im Gegensatz zur Vergangenheit auch die Möglichkeit ein wenig zu variieren, so dass auch ein angeschlagener Turner einmal pausieren kann, ohne gleich gar nicht mehr konkurrenzfähig zu sein. Im Vergleich mit den Topteams Kirchheim oder Hanauerland konnte dies zwar noch nicht in Siege umgemünzt werden, doch gegen die Gäste aus Bayern macht man sich in Bühl berechtigte Hoffnungen auf einen weiteren Sieg.

Insgesamt fällt es aber nicht ganz leicht die Konkurrenten einzuschätzen, die ihr Team auch ein wenig modifiziert haben und bisher an jedem der sechs olympischen Geräte schon Zählbares erreicht haben. "Uns haben einerseits die Gerätepunkte gegen die Übermannschaft aus Schiltach beeindruckt und andererseits das recht enge Ergebnis gegen Kirchheim, wo wir selbst klar unterlegen waren", gibt Trainer Gerd Lugauer zu bedenken. Auch wenn die Taktik im Scoresystem ein Faktor sein kann, will man sich bei der TVB Truppe auf die eigene Leistung konzentrieren und insbesondere die Fehlerquote am Boden und am Barren reduzieren. Ein Blick auf die Verteilung der Gerätepunkte zeigt etwas, das vor wenigen Jahren noch undenkbar gewesen wäre, denn das Königsgerät ist das erfolgreichste Gerät der Bühler. Damit ist auch klar, dass die Turner bis zum letzten Gerät alles geben werden und die Zuschauer sich auf ein packendes Duell freuen können. (ott) 

6. Wettkampftag TSV Mohnheim II - TV Bühl

Wettkampfbericht

Mit einer überzeugenden Leistung haben die Bühler Turner den Klassenerhalt durch fünf Gerätepunkte in Monheim gesichert. Das Endergebnis von 45:37 Scorepunkten zu Gunsten des TSV Mohnheim II zeugt von einem Vergleich auf Augenhöhe mit dem besseren Ausgang für die Gastgeber, die mit Nándor Szabo auf der Ausländerposition den dominierenden Akteur in ihren Reihen hatten.

"Wir hätten natürlich gerne auch den Wettkampf gewonnen, aber die fünf Gerätepunkte waren ganz wichtig im Fernduell mit München, die der TG Hanauerland immerhin drei Gerätepunkte abnehmen konnten", freute sich Cheftrainer Gerd Lugauer über die Sicherung des Klassenerhalts am vorletzten Wettkampftag. In diesen Abstiegskampf war sein Team nach einer Reihe von Verletzungen geraten, denn insbesondere das Fehlen des norwegischen Vizemeisters hatte man zuletzt gegen Wangen-Eisenharz nicht kompensieren können. In Monheim war dafür nun an seiner Stelle der irische Jugendnationalturner Antony Duchars ins Team gerückt. Er hatte mit vier Übungen 14 Scorepunkte geholt, aber durch zwei Stürze auch fünf Zähler abgeben müssen, so dass er auf neun "Netto-Punkte" kam. Sein Pendant im Trikot des TSV Monheim hatte an fünf Geräten den Bestwert markiert und 26 Scorepunkte erzielt und so letztlich den Unterschied ausgemacht.

Das Gesamtergebnis liest sich am Ende allerdings ein wenig enger als der Wettkampf sich über weite Strecken angefühlt hatte, denn die Monheimer hatten die erste Halbzeit mit 29:13 Scorepunkten eindeutig dominiert. Boden und Ringe waren jeweils eine klare Angelegenheit zu Gunsten der Gastgeber, während man sich aus Bühler am Pferd über ein Unentschieden durchaus freuen konnte. Hier hatte Youngster Felix Haderer seine Jokerrolle mit einer sehr guten Kür und zwei Scorepunkten perfekt ausgefüllt und Duchars konnte an seinem Paradegerät (13,8) seinen einzigen "Fünfer" des Tages holen. An den Ringen konnten die Verletzungen von Alexander Fortmeier und Jan Fäßler dagegen nicht kompensiert werden. Am Sprung waren beide aber einsatzbereit und machten mit ihren Kasamatsu Sprüngen beim 3:8 Erfolg der Zwetschgenstädter den Unterschied aus. Mit jeweils über 13 Punkten konnten sie ihren Kontrahenten je drei Scorepunkte abnehmen.

Ohne den Sturz des irischen Jugendnationalturner im TVB Trikot hätten die badischen Gäste vermutlich auch den Barren gewonnen, doch so war mit dem 8:4 Erfolg der Monheimer die Entscheidung mehr oder weniger schon vor dem Reck gefallen. Mit einem 15 Punktevorsprung und einem sicheren Fünfer durch den Ausländer hätte man mehr als nur ein Wunder benötigt. "Wir hatten zwei Fehler im gesamten Wettkampf, aber die waren heute zu viel. Wenn wir vor dem Reck ein bisschen näher dran gewesen wären, wäre es wirklich noch mal spannend geworden", analysierte Jan Lugauer, der neben seinen Einsätzen auch wieder die Taktik vorgegeben hatte. In der Tat präsentierte sich der TV Bühl am Königsgerät tadellos und holte mit 5:12 Scorepunkten noch einmal wichtige Gerätepunkte. Die schlechteste Wertung war hier eine 11,65, was die Stärke der Bühler am Königsgerät unterstreicht.

Weil in Monheim am Abend noch die erste Liga auf dem Programm stand, wusste man zu diesem Zeitpunkt noch nicht, ob die fünf Gerätepunkte bereits zum Klassenerhalt gereicht hatten, da in Rheinbischofsheim zwischen Hanauerland und München gerade erst das Einturnen begonnen hatte. Doch kurze Zeit später war klar, dass München die Gerätepunkte nicht mehr aufholen konnte, so dass man sich dann über den vorzeitigen Verbleib in der dritten Bundesliga freuen durfte. Somit kann die Riege in der nächsten Woche vor heimischem Publikum ganz unbeschwert gegen den Meister aus Schiltach antreten. (ott)

Vorbericht

Am Samstag um 13 Uhr beginnt in Monheim für die Bühler Turner der vielleicht wichtigste Wettkampf der Saison der dritten Bundesliga, denn im Duell mit dem Tabellennachbarn geht es für beide Teams darum, den Klassenerhalt aus eigener Kraft zu sichern. Die badische Riege war zuletzt in massive Verletzungsprobleme geraten und musste die halbe Mannschaft austauschen. Auch die Aufstellung bei der Erstligareserve aus Monheim, wo man gewissermaßen als Vorprogramm für die erste Liga auftritt, wird sich erst im Einturnen entscheiden und damit natürlich auch die Chancen in diesem Vergleich.

Zuletzt hatte die TVB Riege nach beherztem Kampf das direkte Duell mit der TG Wangen-Eisenharz knapp verloren, da letztlich die Ausfälle doch zu schwer gewogen hatten. "Ehrlich gesagt weiß ich noch nicht, wer am Samstag in der Monheimer Stadthalle an die Geräte gehen wird. Ich selbst bin auch noch angeschlagen, aber wie schon vor zwei Wochen zu Hause werden wir bis zur letzten Übung fighten", gibt sich Jan Lugauer als turnender Teammanger optimistisch in Bezug auf die Moral seiner Mannschaft. Während die Gastgeber des TSV Monheims II am letzten Wettkampftag noch die Gelegenheit haben in Sachen Klassenerhalt zu punkten, ist es für die Bühler Mannschaft faktisch die letzte Chance, denn gegen die Übermannschaft aus Schiltach dürften selbst Gerätepunkte kaum möglich sein.

Umso mehr wird es bei den Zwetschgenstädtern darauf ankommen, dass auch die Übungen, die eigentlich nicht geplant waren, stabil funktionieren. "Der Martin hat zuletzt spontan einfach mal zwei Geräte mehr geturnt. Dass da nicht alles perfekt läuft ist auch klar, aber mich hat vor allem der Teamgeist beeindruckt", erläutert Cheftrainer Gerd Lugauer, der die Wettkampfpause neben der Regeneration auch für unterschiedliche Varianten im Training genutzt hatte. In Monheim fordert er nun volle Konzentration, denn die Gastgeber hatten sich in dieser Saison mit zwei Gesichtern gezeigt, denn gegen die Favoriten wurde experimentiert und gegen die direkten Konkurrenten mit Stabilität und einem starken Ausländer gepunktet. Aus Bühler Sicht gilt es im Wettkampf die medizinische Situation auszublenden, denn im Kampf um den Klassenerhalt werden in diesem Jahr mit aktuell vier punktgleichen Teams die Gerätepunkte den Ausschlag geben. (ott)

7. Wettkampftag TV Bühl - TV Schiltach

Wettkampfbericht

Einen wahrlich krönenden Abschluss der Saison in der dritten Bundesliga sahen die 400 Zuschauer in der Bühler Grossporthalle am Samstagaabend. Erst mit der letzten Übung konnte sich nämlich der frisch gebackene Meister aus Schiltach gegen ein glänzend aufgelegtes Team aus Bühl durchsetzten. Das Endergebnis von 36:44 Scorepunkten bei 5:7 Gerätepunkten kommt einer kleinen Sensation gleich, wobei man nicht vergessen darf, dass Schiltach vor dem Aufstiegsfinale ein wenig experimentiert hatte und erst durch seine Fehler dieses enge Ergebnis für die Bühler Riege ermöglicht hatte.

Trotzdem ist man im Bühler Lager mächtig stolz auf die Mannschaft, die zum Saisonabschluss alles gezeigt hat, was sie ausmacht, nämlich neben den turnerischen Qualitäten einen enormen Teamgeist. Insofern fühlt sich die Saison, in der man aus Bühler Sicht durch die Verletzungen in den entscheidenden Duellen zurück geworfen wurde, unterm Strich besser an als es der sechste Platz in der Abschlusstabelle ausdrückt. Gegen den Meister aus Schiltach hatte man im Vorfeld mit keinem einzigen Gerätepunkte gerechnet, doch auch die völlig überraschenden fünf Zähler nutzten in der Tabelle nichts mehr, da Monheim II ohne ihren Top Ausländer bei Wangen-Eisenharz sogar den Wettkampf klar verloren hatten.

Beim letzten Wettkampf des Jahres war dem Team von Cheftrainer Gerd Lugauer schon gleich am Startgerät Boden eine erstklassige Leistung gelungen, so dass man lediglich drei Scorepunkte Rückstand mit ans Pauschenferd nahm. Alexander Fortmeier (12,8) hatte mit dem Bühler Bestwert im zweiten Duell für eine erste Führung gesorgt. Die wurde bereits als Erfolg gefeiert, denn niemand hätte für möglich gehalten, dass der TV Bühl an dem Abend noch häufiger in den Genuss dieser Situation kommen sollte. Letztlich hatte der Schweizer Manuel Kast im Trikot der Schwarzwälder mit einer spektakulären Kür und der Tageshöchstnote von 14,2 Punkten den Unterschied am Boden ausgemacht. Am Pferd unterliefen den Schiltachern gleich reihenweise Fehler, die Bühl stets mit sicheren Übungen auszunutzen wusste. Das 13:4 hätte dabei sogar noch deutlicher ausfallen können, denn man hatte zu diesem Zeitpunkt nur den Gerätesieg im Blick, anstatt auf den gesamten Wettkampf zu blicken. Youngster Felix Haderer (11,4) zeigte die beste Leistung der deutschen Turner und war sogar nur zweieinhalb Zehntel hinter dem belgischen Gastturner der Gäste. Diese rückten an den Ringen dann wieder die Verhältnisse zurecht und übernahmen zur Halbzeit mit 18:22 Scorepunkten wieder die Führung.

Dennoch ging man mit einem guten Gefühl in die Pause, aber spätestens nach dem 11:3 Erfolg am Sprung rieb man sich in der Bühler Großsporthalle verwundert die Augen. Lediglich der Schweizer Meister am Sprung im Trikot des TV Schiltach konnte im Duell mit dem Iren Antony Duschars auf Seiten des TVB punkten. Martin Lukomski (12,3) konnte mit einem sehenswerten Tsukahara genauso punkten wie Jan Fäßler (13,15) und Alexander Fortmeier (13,2) mit ihren Kasamtsus. Am Barren übernahmen die Schiltacher mit zwei starken Auftaktübungen wieder die Führung, bevor sich in den Duellen drei und vier wieder der Fehlerteufel eingeschlichen hatte, wodurch Bühl den Barren doch noch zu einem 7:7 Unentschieden umwandeln konnte und damit schließlich mit einer 36:33 Führung ans Reck wechselte.

"Das war schon der Hammer mit einer Führung gegen den Meister ans Reck zu gehen, aber wir wussten natürlich wir stark die Schiltacher am Reck sind", beschreibt Jan Lugauer, der sich auf Grund seiner Rückenverletzung voll auf die Taktik konzentrieren konnte. Ein einziges Duell hatte Schiltach am Reck in der gesamten Saison verloren und es kam an diesem Abend trotz einer fehlerfreien Vorstellung der Bühler kein weiteres dazu, so dass Schiltach am Ende doch noch seiner Favoritenrolle gerecht wurde. Trotzdem herrschte große Zufriedenheit im Bühler Lager über diesen furiosen Saisonabschluss und man muss wahrscheinlich lange warten, bis man wieder so glückliche Verlierer sehen kann. (ott)

Vorbericht

Zum Abschluss der Saison in der dritten Bundesliga empfangen die Bühler Turner um 18 Uhr den neuen Meister vom TV Schiltach. Die Gastgeber haben bereits vor einer Woche den Klassenerhalt perfekt gemacht und freuen sich nun auf einen hochklassigen Wettkampf gegen das mit deutlichem Abstand beste Team der Saison. Die Gäste aus dem Schwarzwald haben mit ihrer exzellent besetzten Mannschaft beste Chancen direkt wieder in die zweite Liga zurückzukehren, so dass sich die Zuschauer in der Großsporthalle auf einige spektakuläre Übungen freuen dürfen.

Rein sportlich betrachtet, dürfte es für die TVB Riege schon ambitioniert sein, einen einzigen Gerätepunkt zu ergattern. Gerade einmal vier Gerätewertungen haben die Schiltacher bislang abgegeben, wobei auffällt, dass gleich drei Mal das Pauschenpferd das Gerät war, an dem die Favoriten bezwungen werden konnten. "Naja, wenn man sich die Tabelle anschaut, müssten wir die ganze Woche nur Pferd trainieren, aber eigentlich liegen unsere Stärken in dieser Saison woanders, beispielsweise am Reck", spielt Jan Lugauer auf die bislang einzige Schwäche bzw. Instabilität des TV Schiltach an. In der Tat hat die Bühler Riege als bislang zweitbestes Reck-Team am Königsgerät so gut agiert wie noch nie, doch die Schiltacher sind genau hier wahrscheinlich bereits wieder auf ordentlichem Zeitliganiveau angelangt.

Auf Seiten der Gastgeber hat man die größten Verletzungssorgen überwunden, so dass man sich zum Saisonabschluss dem Heimpublikum noch einmal von d er besten Seite präsentieren möchte. Die Gäste hatten zuletzt mit gleich zwei ausländischen Turnern agiert und beim TV Bühl darf man sich auf den irischen Jugendnationalturner freuen, so dass Turnsport vom Feinsten in der Zwetschgenstadt auf dem Programm steht. (ott)

Impressionen

Presse-Stimmen

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