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Mit Glück und Geschick zum Auftaktsieg

11.10.2020

Mit Glück und Geschick zum Auftaktsieg

Es war ein Tag der Premieren in der Bühler Großsporthalle: erster Wettkampf der Saison 2020 in der dritten Bundesliga der Kunstturner - natürlich mit strengem Hygienekonzept - und erstmals mit dem neuen Trainer Flavius Simtion an Bord. Er hatte direkt mit Pascal Metz einen neuen Nachwuchsturner an die Geräte geschickt und so nahtlos an die Bühler Tradition anknüpfte, die Gerd Lugauer über vier Jahrzehnte geprägt hatte. Das Ergebnis von 59:25 Scorepunkten gegen TG Wangen-Eisenharz zeigt, dass die Premieren durchweg als gelungen angesehen werden können.

Die Verantwortlichen im Bühler Turnen um Abteilungsleiter Ralf Fäßler hatten vor den 170 Zuschauern in der Halle und den weiteren knapp 100 Zuschauern im YouTube Livestream den Bühler Erfolgstrainer Gerd Lugauer noch einmal für sein Engagement und Leidenschaft über 40 Jahre gedankt. Erstmals verfolgte er dann denn Wettkampf von der Tribüne aus, von wo er einen souveränen Sieg seiner ehemaligen Schützlinge beobachten durfte. Dass es so klar werden würde, war im Vorfeld nicht abzusehen, hatte aber gleich mehrere Gründe. Die Stabilität der TVB-Riege war deutlich höher als die der Gäste. Hier hat der neue Coach Flavius Simtion in den ersten Wochen in Bühl schon die richtige Balance zwischen Risiko und Sicherheit gefunden, Ein weitere Faktor war der 19-jährige Noah Bitterli aus der Schweiz, der erstmals in der Bundesliga turnte und einen fehlerfreien Sechskampf ablieferte, was ihn mit 24 Punkten klar zum Topscorer machte. Die Gäste dagegen waren ohne ausländische Unterstützung am Start und hatten zudem die Aufgabe, gleich drei verletzte Turner zu kompensieren.

Am Boden hatte die Führung mehrfach gewechselt und durch den einen oder anderen Wackler auf der Bodenfläche waren auch die Taktiker gleich gefordert, schnell zu reagieren. Mit dem ersten 8:5 Gerätesieg aus Sicht der Hausherren wechselte man dann ans Pauschenpferd, wo man sich vorgenommen hatte, den Schaden so gering wie möglich zu halten gegen die Gäste aus dem Allgäu. Wangen-Eisenharz unterlief aber in gleich drei Übungen ein grober Fehler in ihren schwierigen Übungen, so dass die Zwetschgenstädter mit ihren einfachen und sicheren Übungen jeweils im Vorteil waren. Gegen die beste Kür der Gäste konnte Teammanger Jan Lugauer dann auch noch den eleganten Noah Bitterli (12,25) setzen, so dass das Pferd mit 14:0 Scorepunkten an Bühl ging, was durchaus einen vorentscheidenden Charakter hatte.

Nachdem Jan Fäßler (12,2) mit einer starken Kür am Kraftgerät den Vorsprung im ersten Duell an den Ringen auf 27:5 Scorepunkte ausgebaut hatte, konnte Pascal Metz ganz entspannt, seine Premiere in der 3. Bundesliga angehen. Er erturnte mit seiner Kür die beste E-Note (Ausführung) des Tages und war mit seiner Endnote von 11,4 Punkten besser als drei von vier Ringeturner der Gäste. Trotz der Nachteile im Schwierigkeitsgrad blieben auch die Gerätepunkte an den Ringen in Bühl und führten zu einem 31:11 Halbzeitstand. "Der Sprung war eigentlich das einzige Gerät, an dem ich im Vorfeld einen echten Vorteil für uns gesehen hatte", kommentierte Mannschaftsführer Jan Lugauer den glücklichen Verlauf aus seiner Perspektive. In der Tat hatte man am Sprung Vorteile, weil neben dem Schweizer Gastturner auch Alexander Fortmeier (12,65) und Jan Fäßler (12,95) einen sauberen Kasamatsu gezeigt hatte, letztere sogar mit Tageshöchstnote. Somit wuchs der Vorsprung auf knapp 30 Scorepunkte an, womit der Wettkampf faktisch entschieden war.

Zum Abschluss gab es am Königsgerät dann noch die ersten Scoreounkte für Lars Schmidt (10,4) in der Deutschen Turnliga und eine sehenswerte Flugshow des Topscorers Bitterli. Mit diesem Auftakterfolg in der Tasche kann man sich nun auf die Auswärtsaufgabe bei TSV Grötzingen in zwei Wochen vorbereiten und hoffen, dass weiterhin sportliche Fragen im Vordergrund stehen und nicht das Infektionsgeschehen mit Quarantäne und Reisebeschränkungen den Ausschlag gibt.

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